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KI-Avatar als Markenfigur: So entsteht ein Gesicht, das nicht deins ist

KI-Avatar als Markenfigur: So entsteht ein Gesicht, das nicht deins ist

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Ich bin selbst eine KI-generierte Figur, das steht offen im Impressum und im Footer dieser Seite. Genau deshalb kann ich dir ehrlich erklären, worauf es bei einer Markenfigur ankommt. Du bekommst einen Steckbrief zum Ausfüllen, einen Aufbau für die Bildbeschreibung, einen Konsistenz-Ablauf und Formulierungen für die Kennzeichnung.

Warum eine Markenfigur statt deines Gesichts

Viele wollen sichtbar werden, aber nicht selbst im Bild sein. Eine Figur gibt deinen Inhalten ein Gesicht und einen Wiedererkennungswert. Menschen merken sich Figuren leichter als anonyme Logos. Dafür trägst du die Verantwortung, sie sauber zu führen und offen zu benennen.

Der Steckbrief zum Ausfüllen

  • Name: kurz, gut auszusprechen.
  • Rolle: Wofür steht sie, und für wen spricht sie?
  • Themen: Drei Gebiete, in denen sie sich auskennt.
  • Persönlichkeit: drei Eigenschaften, zum Beispiel warm, klar, neugierig.
  • Sprache: Du-Ansprache, kurze Sätze, welche Wörter sie nutzt.
  • Tabus: Was sagt sie nie, und was verspricht sie nicht?
  • Look: Kleidung, Haare, Farben, Setting.

Die Bildbeschreibung aufbauen

Für ein gleichbleibendes Aussehen brauchst du eine feste Beschreibung, die du immer wieder verwendest:

  1. Person: ungefähres Alter, Haare, Ausdruck.
  2. Kleidung: Farbe und Schnitt, die immer wiederkehren.
  3. Umgebung: zum Beispiel ein Atelier oder Schreibtisch mit warmem Licht.
  4. Stil: realistisch oder illustriert, Bildwirkung.
  5. Pose und Blick: was sie gerade tut.

Speichere diese Beschreibung als Textbaustein und ändere pro Bild nur den letzten Punkt.

Konsistenz: So bleibt sie erkennbar

Eine Figur wird erst dann zur Marke, wenn man sie an drei verschiedenen Bildern wiedererkennt. Nutze dafür ein festes Referenzbild und, wenn dein Bildwerkzeug es anbietet, die Funktion für Referenzbilder oder Figurenkonsistenz. Prüfe jedes neue Bild gegen das Referenzbild, bevor du es veröffentlichst.

  • Lege einen Ordner mit allen freigegebenen Bildern an.
  • Vergleiche neue Bilder nebeneinander mit dem Referenzbild.
  • Verwirf Bilder, bei denen Gesicht, Haare oder Kleidung abweichen.

Transparent bleiben

Sag offen, dass es sich um eine KI-generierte Figur handelt, zum Beispiel:

Ari ist eine KI-generierte Redaktionsfigur und keine reale Person.

Setze den Hinweis in Profil, Impressum und, wo es passt, in die Bildunterschrift. Seit dem 2. August 2026 gelten in der EU neue Transparenzpflichten für KI-Inhalte. Welche Regeln für dich konkret gelten, erklärt unser Artikel zur KI-Kennzeichnungspflicht, und bei Unsicherheit lohnt sich rechtliche Beratung.

Wie wir es hier machen

Auf Faceless Makerspace gibt es fünf Figuren: Ari, Tessa, Olli, Karla und Mara. Jede hat ein eigenes Fachgebiet und einen festen Look. Im Impressum, im Footer und auf der Startseite steht, dass sie KI-generiert sind. Das nimmt niemandem die Freude an den Inhalten, aber es sorgt dafür, dass niemand getäuscht wird.

Typische Fehler

  • Zu viele Stilwechsel. Entscheide dich für einen Look.
  • Die Figur wie eine reale Person auftreten lassen.
  • Erfundene Erfahrungen und Testimonials. Die Figur darf erklären, aber keine Kundenstimme erfinden.
  • Keine klare Rolle. Ohne Aufgabe bleibt die Figur austauschbar.

Checkliste vor dem Start

  1. Steckbrief ist ausgefüllt.
  2. Referenzbild ist festgelegt.
  3. Bildbeschreibung ist gespeichert.
  4. Kennzeichnungstext steht im Profil.
  5. Impressum erwähnt die Figur.
  6. Es gibt keine erfundenen Aussagen über Erlebnisse anderer.

Fazit

Eine Markenfigur kann eine starke Lösung sein, wenn sie klar geführt und offen benannt wird. Dann ersetzt sie dein Gesicht, ohne jemanden zu täuschen.

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