Shorts sind kurz. Das klingt einfach.
Ist es aber nur, wenn du weißt, was in 30 Sekunden passieren soll.
Ohne Gesicht brauchst du etwas anderes, das den Daumen stoppt.
Hier bekommst du ein Skript-Gerüst Sekunde für Sekunde, ein komplettes Beispiel, 15 Ideen, einen Testplan für zehn Shorts und die Stolperfallen, die ich am häufigsten sehe.
Das Skript-Gerüst
- 0 bis 2 Sekunden, Hook: Eine Frage, eine Zahl oder ein Widerspruch. Kein Intro, kein Logo.
- 2 bis 20 Sekunden, Inhalt: Ein Gedanke, in zwei bis drei Schritten.
- Letzte 3 Sekunden, Schluss: Ein Satz, der zum Anfang zurückführt oder einen nächsten Schritt nennt.
Ein Beispiel komplett
- Bild 1 (0 bis 2 s): Text: „Dein Thumbnail ist zu voll.“ Voiceover: „Dein Thumbnail hat ein Problem.“
- Bild 2 (2 bis 8 s): Zwei Beispiele nebeneinander. „Links zu viel Text. Rechts ein Wort.“
- Bild 3 (8 bis 16 s): Das Wort wird eingeblendet. „Ein Wort, ein Motiv, ein Kontrast.“
- Bild 4 (16 bis 20 s): „Probier es beim nächsten Video aus.“
Format und Technik
- Bildformat: Hochformat 9:16, üblicherweise 1080 mal 1920 Pixel.
- Länge: Shorts dürfen aktuell bis zu drei Minuten lang sein. Prüfe die aktuelle Regel in der Plattform. Für den Start reichen 20 bis 45 Sekunden.
- Schnitt: Mit Tools wie CapCut oder direkt in YouTube.
- Musik: Nutze die Audiothek von YouTube oder Musik mit passender Lizenz.
15 Ideen ohne Gesicht
- Ein Tipp als Text mit Voiceover.
- Ein Trick als Bildschirmaufnahme.
- Drei Fehler bei einem Thema.
- Ein Vorher und Nachher.
- Eine Frage, die im Video beantwortet wird.
- Ein Mythos und die Wahrheit dazu.
- Ein Werkzeug in 30 Sekunden.
- Ein Fehler aus meiner Werkstatt.
- Eine Mini-Checkliste.
- Ein Vergleich von zwei Optionen.
- Ein Ergebnis in Zahlen, wenn du echte hast.
- Eine Antwort auf einen Kommentar.
- Ein Zitat mit Einordnung.
- Eine Zeitraffer-Aufnahme deiner Arbeit.
- Ein Ausschnitt aus einem längeren Video.
Der Testplan für zehn Shorts
Ein Short sagt fast nichts. Zehn sagen viel.
- Shorts 1 bis 3: gleiches Format, verschiedene Themen.
- Shorts 4 bis 6: bestes Thema, verschiedene Hooks.
- Shorts 7 bis 10: bester Hook, verschiedene Längen.
Ändere pro Runde nur eine Sache. Sonst weißt du danach nicht, was gewirkt hat.
Was du auswertest
- Anteil, der bleibt: Wie viele schauen weiter, und wie viele wischen weg?
- Durchschnittliche Wiedergabe: Bis wann schauen sie?
- Kommentare: Sie liefern Themen.
Stolperfallen
- Der Einstieg dauert zu lange. Die ersten zwei Sekunden entscheiden, ob jemand bleibt.
- Der Text ist zu klein für das Handy.
- Das Video erklärt zu viel auf einmal.
- Fremdes Material ohne passende Rechte im Bild.
- Kein Ton-Check. Höre das Video vor dem Hochladen einmal am Handy.
Fazit
Shorts sind ein guter Testplatz, weil du schnell siehst, was ankommt.
Mach kleine Serien. Vergleiche. Ändere eine Sache. Nächste Runde.

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