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KDP Keywords und Kategorien richtig wählen

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Keywords. Ganz ehrlich, darauf hatte ich am Anfang überhaupt keine Lust. Ich hatte Bilder ausgesucht, Seiten gebaut, Schriftgrößen so lange verschoben, bis alles stimmte. Und dann, kurz vor der Veröffentlichung, sollte ich plötzlich überlegen, mit welchen Wörtern fremde Menschen nach meinem Buch suchen würden. Das fühlte sich an wie eine ganz andere Baustelle.

Warum Amazon im Kern eine Suchmaschine ist

Genau wie Pinterest oder Google ist auch Amazon in erster Linie eine Suchmaschine, nur eben mit Kaufabsicht statt reiner Informationssuche. Wer hier gefunden werden will, muss die Sprache der Suchenden treffen, nicht die eigene Wunschformulierung, die vielleicht kreativer klingt, aber niemand tatsächlich eintippt.

Die Keyword-Felder bei KDP

Beim Veröffentlichen lassen sich mehrere Suchbegriffe oder kurze Phrasen hinterlegen. Diese sollten reale Suchanfragen widerspiegeln, keine reine Wiederholung des Buchtitels und keine Konkurrenzmarken oder fremden Titel, das verstößt gegen die Richtlinien. Genaue Feldanzahlen und Regeln ändert Amazon gelegentlich, wirf also vor dem Ausfüllen einen kurzen Blick in die aktuelle KDP-Hilfe, statt dich auf einen alten Screenshot aus einem Forum zu verlassen.

Wie man passende Keywords findet

Die Amazon-Suchleiste selbst liefert über die automatische Vervollständigung erste Hinweise. Auch ein Blick auf die „Kunden, die diesen Artikel gekauft haben“-Bereiche ähnlicher Bücher zeigt verwandte Suchbegriffe. Wichtig ist, konkrete Formulierungen zu testen, nicht nur naheliegende Einzelwörter, die zwar Volumen haben könnten, aber nichts über die tatsächliche Suchabsicht verraten.

Der praktische Test, den ich mir angewöhnt habe: Würde eine Person, die diesen Begriff eingibt, mit meinem Buch wirklich das bekommen, was sie gesucht hat? Wenn die Antwort nein ist, ist das Keyword nicht gut, egal wie hoch das vermeintliche Suchvolumen aussieht.

Die richtige Kategorie wählen

KDP erlaubt bei der Einrichtung bis zu drei relevante Kategorien. Eine kleinere, spezifischere Kategorie erhöht oft die Chance, in den Bestsellerlisten überhaupt sichtbar zu werden, verglichen mit einer riesigen Hauptkategorie mit tausenden Konkurrenzbüchern, in der du als neues Buch schlicht untergehst.

Der Titel als heimliches Keyword-Feld

Neben dem eigentlichen Titel lässt sich häufig ein Untertitel ergänzen, der zusätzliche Suchbegriffe unterbringt, ohne den Haupttitel zu überladen. Zum Beispiel „Mein Dankbarkeitsjournal: Tägliche Reflexion für mehr Achtsamkeit und innere Ruhe“. Das ist kein Trick, sondern einfach ein zweites Feld, das sonst ungenutzt bleibt.

Fazit

Keywords und Kategorien sind kein einmaliges Pflichtfeld, das man beim Hochladen schnell abhakt. Sie sind der Hebel dafür, ob dein Buch überhaupt gefunden wird, so unspektakulär sich diese Arbeit anfühlt. Ich habe irgendwann aufgehört, sie als lästige Pflicht zu behandeln, und angefangen, sie als das zu sehen, was sie sind: der Teil, der entscheidet, ob das schöne Cover je jemand zu Gesicht bekommt.

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2 Kommentare zu „KDP Keywords und Kategorien richtig wählen“

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