Die 5 größten Pinterest-Irrtümer, die dich Reichweite kosten

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Rund um Pinterest kursieren jede Menge Halbwahrheiten, meistens, weil Strategien von anderen Plattformen einfach eins zu eins übertragen werden, ohne zu prüfen, ob sie überhaupt passen. Diese fünf Irrtümer halten sich besonders hartnäckig.

Irrtum 1: Ohne viele Follower geht nichts

Der wohl größte Denkfehler, weil er direkt aus der Instagram-Logik übernommen wird. Bei Pinterest kommen aber nur etwa 5 bis 10 Prozent der eigenen Reichweite über Follower zustande, der Rest läuft über thematische Relevanz zur jeweiligen Suchanfrage. Ein Konto mit wenigen Followern kann trotzdem richtig gut laufen, solange die Pins auf die richtigen Suchbegriffe optimiert sind.

Irrtum 2: Video-Content ist Pflicht

Pinterest hat mit den sogenannten Idea Pins ein eigenes Videoformat, ähnlich den Instagram Reels. Viele denken deshalb, ohne Videos geht heute nichts mehr. Tatsächlich haben klassische, statische Bild-Pins in den letzten Jahren wieder deutlich an Bedeutung gewonnen, während die anfängliche algorithmische Bevorzugung von Idea Pins spürbar nachgelassen hat. Für den Aufbau von Traffic auf einen eigenen Blog sind klassische Bild-Pins nach wie vor die zuverlässigere Wahl, und deutlich schneller zu produzieren.

Irrtum 3: Mehr Pinnwände bringen automatisch mehr Reichweite

Viele legen wahllos dutzende Pinnwände an, in der Annahme, das würde die Sichtbarkeit erhöhen. Tatsächlich kommt es nicht auf die Menge, sondern auf die thematische Klarheit an. Zehn gut strukturierte Pinnwände zu den eigenen Hauptkeywords bringen mehr als dreißig wahllos angelegte. Erst wenn ein Thema wirklich breit ist, macht eine größere Anzahl an Pinnwänden Sinn.

Irrtum 4: Ein Pin auf möglichst vielen Pinnwänden verteilen bringt mehr Reichweite

Früher wurde tatsächlich empfohlen, denselben Pin auf zehn bis zwanzig verschiedene Pinnwände zu verteilen. Das wird von Pinterest inzwischen negativ bewertet, da frische, einzigartige Inhalte bevorzugt werden. Heute gilt: Ein Pin gehört auf maximal ein bis zwei thematisch am besten passende Pinnwände, alles andere wirkt wie ein Muster, das der Algorithmus schlechter bewertet.

Irrtum 5: Pinterest ist tot oder nur noch was für alte Nischen

Hält sich hartnäckig, weil Pinterest medial einfach weniger präsent ist als Instagram oder TikTok. Dabei veröffentlicht Pinterest regelmäßig eigene, KI-gestützte Trendprognosen und bleibt für viele Nischen, von Rezepten über DIY bis zu Finanzthemen, eine der verlässlichsten Trafficquellen überhaupt. Der Unterschied ist nur: Der Aufbau dauert länger und bekommt weniger Aufmerksamkeit in sozialen Medien als ein virales Reel. Das sagt aber nichts über die tatsächliche Wirksamkeit aus.

Fazit

Die meisten Pinterest-Irrtümer entstehen dadurch, dass Logiken von anderen Plattformen unreflektiert übernommen werden. Wer versteht, dass Pinterest im Kern eine Suchmaschine und kein soziales Netzwerk ist, vermeidet die häufigsten Anfängerfehler von vornherein.

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