Ich erkenne die typischen Pinterest-Anfängerfehler mittlerweile fast auf den ersten Blick, weil ich die meisten davon selbst gemacht habe. Die gute Nachricht: Kennt man sie einmal, lassen sie sich alle ziemlich leicht vermeiden.
Fehler 1: Nach der ersten Runde Pins aufhören
Viele erstellen zu einem Blogartikel eine Handvoll Pins und warten dann erst einmal ab. Diese ersten Pins sind aber nur der Startpunkt. Sie helfen Pinterest dabei, dein Thema einzuordnen. Der eigentlich interessante Teil beginnt erst danach: beobachten, was funktioniert, und gezielt mehr davon produzieren. Wer nach der ersten Runde stehen bleibt, hört genau in dem Moment auf, in dem es spannend werden würde.
Fehler 2: Denselben Pin auf zu viele Pinnwände verteilen
Früher galt die Empfehlung, einen Pin auf zehn bis zwanzig verschiedene Pinnwände zu verteilen. Davon würde ich inzwischen abraten, weil Pinterest frische, einzigartige Inhalte bevorzugt und diese Streuung eher negativ bewertet. Ein Pin gehört heute auf maximal ein bis zwei thematisch wirklich passende Pinnwände.
Fehler 3: Zu viele neue Pinnwände auf einmal anlegen
Zehn neue Pinnwände an einem Tag zu erstellen und sofort zu befüllen, kann wie verdächtiges, spamartiges Verhalten wirken. Ich verteile das Anlegen und Befüllen lieber über mehrere Tage. Das kostet ein bisschen Geduld, aber Geduld ist bei Pinterest ohnehin die Grundwährung.
Fehler 4: Bilder verwenden, die schon tausendfach im Umlauf sind
Kostenlose Stockfoto-Datenbanken werden extrem häufig genutzt, entsprechend oft taucht dasselbe Bild auf unzähligen anderen Pins auf. Pinterest bevorzugt neue, einzigartige Inhalte und spielt bereits vielfach verwendete Bilder eher schlechter aus. KI-generierte Bilder sind in der Regel einzigartig und umgehen dieses Problem praktisch von selbst.
Fehler 5: Idea Pins und Collagen für unverzichtbar halten
Idea Pins, das Pinterest-Pendant zu Instagram Reels, und die neuere Collagen-Funktion erlauben nach meinem Kenntnisstand aktuell keinen oder nur eingeschränkt einen ausgehenden Link zur eigenen Website. Wer gezielt Traffic auf einen Blog lenken will, bekommt davon aktuell wenig Mehrwert. Klassische Bild-Pins bleiben dafür die verlässlichere Wahl.
Fehler 6: Reines Textbild ohne thematisch passendes Motiv
Pinterest liest Bildinhalte automatisch aus und erkennt, ob ein Bild zum begleitenden Text passt. Ein Pin mit gutem Text, aber ohne passendes oder mit völlig unpassendem Bild, wird spürbar schlechter platziert. Das Bild sollte das Thema also auch visuell erkennbar transportieren, nicht nur der Text.
Fazit
Die meisten Anfängerfehler entstehen bei mir und bei anderen selten aus Unwissen über Pinterest, sondern aus übernommenen Gewohnheiten anderer Plattformen oder schlicht aus zu früher Ungeduld. Wer diese sechs Punkte im Hinterkopf behält, spart sich einen guten Teil der typischen Lernkurve der ersten Monate.
