Der Unterschied zwischen einem Pinterest-Konto, das kaum Reichweite bekommt, und einem, das zuverlässig Traffic bringt, liegt selten am Design. Fast immer sind es die Keywords. Wer einmal versteht, wie die Suche bei Pinterest tickt, spart sich Monate an Trial-and-Error.
Pinterest ist eine Bilder-Suchmaschine
Google durchsucht vor allem Text und Webseiten, YouTube durchsucht Videos, Pinterest durchsucht Bilder. Hinter jedem Pin, der bei einer Suche erscheint, steckt in der Regel eine verlinkte Webseite. Das bedeutet: Die gleichen Prinzipien, die für klassische Suchmaschinenoptimierung gelten, Relevanz, klare Begriffe, thematische Eindeutigkeit, gelten auch bei Pinterest, nur eben bildbasiert.
Weg 1: Die farbigen Suchvorschläge (Bubbles)
Gibst du einen Suchbegriff ein und klickst auf „Alle Pins“, erscheinen darunter farbige Vorschläge, sogenannte Bubbles. Das sind von Pinterest vorgeschlagene, tatsächlich gesuchte Unterbegriffe, keine Vermutung, sondern echte Nutzerdaten. Die ersten drei Vorschläge gelten meist als besonders relevant. Klickst du eine Bubble an, öffnet sich oft eine weitere Ebene mit noch spezifischeren Vorschlägen. Das lässt sich mehrfach wiederholen, bis keine neuen Vorschläge mehr erscheinen, und ist die zuverlässigste erste Anlaufstelle für die Keyword-Recherche.
Weg 2: Vorgeschlagene Suchen
Ähnlich der Google-Autovervollständigung schlägt Pinterest bei der Eingabe zusätzliche, teils synonyme oder trendbezogene Suchbegriffe vor. Das lohnt sich als zweiter Schritt, nachdem die Bubbles ausgeschöpft sind.
Weg 3: Ähnliche Suchanfragen weiter unten auf der Seite
Beim Scrollen erscheinen zusätzliche, oft synonyme Begriffe, die eine dritte, ergänzende Quelle für Keyword-Ideen liefern.
Wie viele Keywords du wirklich brauchst
Ein guter Startpunkt sind rund zehn Haupt-Keywords zum eigenen Thema, die sich später auch als Grundlage für die ersten zehn Pinnwände eignen. Zu jedem Hauptkeyword lassen sich zusätzlich verwandte Begriffe aus der ersten und zweiten Bubble-Ebene sammeln, die später für Pinnwand-Beschreibungen und weitere Pin-Varianten nützlich sind. Führt die Recherche bei einem Begriff ins Leere, lässt er sich einfach einem anderen, passenden Hauptkeyword als Unterkeyword zuordnen, statt eine eigene Pinnwand dafür zu erzwingen.
Vorsicht bei eingeschränkten Begriffen
Manche Begriffe sind bei Pinterest aus Sicherheitsgründen eingeschränkt und werden kaum oder gar nicht ausgespielt, meist im Gesundheitsbereich. Erscheinen zu einem Begriff gar keine Bubbles, lohnt sich zusätzlich ein Blick über den Video-Reiter, dort tauchen manchmal weitere Vorschläge auf.
Fazit
Keyword-Recherche bei Pinterest ist kein einmaliger Schritt, sondern ein laufender Prozess. Die erste Runde muss nicht perfekt sein, lückenhafte Ergebnisse bei einzelnen Begriffen gehören dazu. Entscheidend ist, dass du dir angewöhnst, wie jemand zu denken, der sucht, nicht wie jemand, der postet.